Freitag, 3. April 2026
Rumeli Feneri - Zonguldak
Wie immer war um 8:30 Uhr Abfahrt. Beim ersten Blick auf den Bosporus und in der Ferne Istanbul, habe ich Silvan verloren. Der wollte ein Photo machen und ist einfach abgebogen, ohne ein Zeichen zu geben. Wir haben dann telefonisch abgemacht, dass ich einfach weiterfahren solle. Leider haben mir Garmin und GoogleMaps einen großen Umweg beschert, der mich letztlich über eine Stunde gekostet hat.So durfte ich die Vorstädte Istanbuls auch noch genießen. Endlich hatte ich die richtige Autobahn Richtung Ankara und über die Bosporusbrücke gefunden und konnte meinen geplanten Weg fortsetzen.
Als ich in Zonguldak am vereinbarten Treffpunkt ankam, war Silvan vor einer Viertelstunde eingetroffen. Laut Park4Night hätte man auf dem Parkplatz bei der Pizzeria Domino's übernachten dürfen. Dort steht aber ein Hinweisschild, dass dort nur Autos parken dürfen. Also musste eine Alternative her. Silvan fand ein Restaurant an einer kleinen Bucht am Meer, nur etwa 6 km entfernt. Eine ziemlich steile Abfahrt führte auf einen großen Parkplatz beim Restaurant.
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| Blick auf Zonguldak |
Im Restaurant fragten wir, ob wir auf dem Parkplatz übernachten dürften, was positiv beantwortet wurde. Dann entwickelte sich noch ein recht unterhaltsamer und lustiger Nachmittag. Einige Leute, darunter das sehr junge Besitzerpaar, bemühten sich nun Konversation mit elektronischen Übersetzungshilfen zu betreiben. Das gelang auch recht gut. Ein Verkehrspolizist gesellte sich auch noch dazu und bald waren wir eine lustige Runde. Zu essen haben wir natürlich auch bestellt und beim Abschied gab es Umarmungen und Photos. So herzlich und gastfreundlich sind die Menschen hier.
Donnerstag, 2. April 2026
Edirne - Rumeli Feneri
Die ganze Nacht hindurch hat es geregnet und im Regen verlassen wir Edirne. Auf der Autobahn geht es Richtung Istanbul, das keine 200 km entfernt ist. Dank des HGS-Systems öffnen sich die Schranken auf der Autobahn. Wir kommen zügig voran und je mehr wir uns dem Bosporus nähern, umso freundlicher sieht das Wetter aus. Aus Regen ist Nieselregen geworden und aus 6 Grad in Edirne sind es jetzt 15 Grad. Kurz nach 13 Uhr erreichen wir den Campingplatz in Rumeli Feneri am Eingang des Bosporus zum Schwarzen Meer. Wir sind die einzigen Gäste und der Preis für eine Nacht kommt uns sündhaft teuer vor. Man will 35 € oder 1.800 TL. Der Platz ist einfach und kein Vergleich zum Thermalbad-Camping in Bulgarien wo wir nur 21 € bezahlt hatten. Wenn das in der Türkei überall so teuer ist, werden wir überwiegend auf Parkplätzen übernachten und nur wenn es notwwendig ist auf Campingplätzen.
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| Unser Platz in Rumeli Feneri |
Nachdem wir uns eingerichtet hatten, machten wir im aufkommenden Regen ein Nickerchen, um gegen 15:30 Uhr hinunter zum Hafen in ein Restaurant zu gehen. Bei schöner Aussicht auf den Bosporus und die große Brücke, die Europa mit Asien verbindet, gab es einen gemischten Salat, Wolfsbarsch (für mich) und Schellfisch (für Silvan), sowie einen sehr süßen Nachtisch (Halva).
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| Drohnenblick auf den Bosporus |
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| Zahlreiche Festungen sicherten die Zufahrt in den Bosporus |
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| Der kleine Fischereihafen von Rumeli Feneri - im Hintergrund die Bosporusbrücke |
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| Gemischter Salat mit Aussicht |
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| Wolfsbarsch - sehr lecker |
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| Halva - zum Glück bin ich nicht Diabetiker |
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| So sah es 1890 hier aus. |
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| Im Fischereihafen |
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| Am Schwarzen Meer |
Dermaßen abgefüllt, manche Kommentare sagten schon, das sei ein mageres Essen gewesen, traten wir wieder den Heimweg an. Inzwischen schien die Sonne vom teilweise blauen Himmel. Das hat unser Herz sehr erfreut.
Morgen wollen wir an der Schwarzmeerküste entlang nach Zonguldak fahren. Ab Samstag soll das Wetter besser werden.
Mittwoch, 1. April 2026
Velingrad - Edirne (Türkei)
Im Regen ging es die letzten Kilometer in Bulgarien durch eine schöne Berglandschaft mit engen Tälern in die Ebene bei Plovdiv. Nach etlichen Kilometern auf zum Teil schlechten Landstraßen, ging es dann zügig über die Autobahn Richtung Türkei. Gegen 12 Uhr erreichten wir dann die Grenze und ab da wurde unsere Geduld auf die Probe gestellt.
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| Warten auf den Scanner (links) |
Silvan war inzwischen auch angekommen und so fuhren wir unverrichteter Dinge weiter nach Edirne. Bis dorthin kostet die Autobahn nichts. Wir müssen morgen auf eine Post (PTT) in Edirne und besagten elektronischen eMaut-Aufkleber für die Windschutzscheibe mit entsprechendem Guthaben holen.
Wir parken auf einem Parkplatz in der Nähe der Selimiye-Moschee, einem imposanten osmanischen Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert. Eine kurze Besichtigung und dann treibt uns der Hunger in die Stadt. Wir finden ein nettes Restaurant und bestellen Lammspieße. Super lecker und ein Nachtisch mit Tee hat auch noch Platz. Dann bummeln wir zurück zu unseren Fahrzeugen und so endet unser erster Tag in der Türkei.
Dienstag, 31. März 2026
Sapareva Banya - Kloster Rila - Velingrad
Inzwischen stehen 2.100 km auf der Uhr. Wir sind gerade in Velingrad auf dem Thermal Camping. Nicht ganz billig, aber Thermalpool und moderne gut geheizte Sanitäreinrichtungen. Wohl einer der Top-Plätze in Bulgarien.
Nach dem Frühstück sind wir heute morgen zum Kloster Rila in die Berge gefahren. Der Bau des Klosters geht ins 10. Jahrhundert zurück und ist das bedeutendste und größte Kloster Bulgariens. Es gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Gegründet wurde es vom Heiligen Iwan Rilski und seinen Anhängern.
Weiter ging es nach dem Klosterbesuch durch das südbulgarische bergland auf kurvenreicher Strecke bis zum Thermalbadeort Velingrad. Am frühen Nachmittag bereitete man uns im kleinen Restaurant außerhalb des Platzes noch eine feine Mahlzeit zu. Für den Rest des Tages wird jetzt nichts mehr getan. Die Arbeit für den Blog war schon lang genug.
Montag, 30. März 2026
Izola - Kroatien - Serbien - Sapareva Banya (Bulgarien)
Am Palmsonntag verließen wir bei bedecktem Himmel, der Regen verhieß, Izola in Slowenien. Ohne Autobahn ging es quer durchs Land Richtung Rijeka in Kroatien. Die ganze Zeit regnete es. Das einzig Interessante das uns auf der Fahrt nach Kroatien begegnete, waren die zahlreichen großen Grills vor den Restaurants, auf denen sich Spanferkel drehten.
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| Stau an der Grenze zu Serbien |
Da der Regen nicht aufhören wollte, durchquerten wir kurzerhand Kroatien und standen dann 3 Stunden an der Grenze zu Serbien. Die Abfertigung bei den Kroaten zog sich unerträglich lange hin und die angepeilte Zeit für unseren Campingplatz war nicht mehr zu halten. Silvan hatte den Besitzer verständigt, dass wir gegen halb sieben eintreffen würden. Daraus wurde nichts und in der Dunkelheit suchten wir unseren Weg auf kleinen Nebenstraßen, immer auf der Hut keinen unbeleuchteten Radfahrer zu überfahren. Um 21 Uhr waren wir endlich, nach 11 Stunden Fahrt, auf dem vom Dauerregen aufgeweichten Platz. Der Chef nahm uns herzlich in Empfang, war doch gerade eine Feier zu Ende gegangen und nur noch eine Handvoll Gäste war anwesend. Trotz der vorgerückten Stunde bekamen wir noch extra Cevapcici und ein kaltes Bier. Silvan dazu noch einen Kuchen und weil ihm der so gut geschmeckt hatte, bekam er noch ein Stück gratis für den nächsten Tag.
Übrigens: wir sind die einzigen Gäste.
Samstag, 28. März 2026
Erba - Izola (Slowenien)
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| Blick auf Izola rechts und auf Trieste im Hintergrund. |
Freitag, 27. März 2026
St. Georgen - Erba (Lago di Pusiano)
Heute Morgen bin ich um 4 Uhr aufgestanden, habe das Haus in den Winterschlaf versetzt und dann musste ich erst einmal die Frontscheibe des Wohnmobils vom Eise befreien. Es war bitterkalt, so um die -5°C. Gegen 5 Uhr bin ich dann losgefahren, der aufgehenden Sonne entgegen. Schnell war ich in Konstanz, über die Rheinbrücke und dann am Bodensee entlang Richtung St. Gallen. Dort auf die Autobahn und nach Süden, vorbei an Lichtenstein nach Chur. Kurz hinter Chur dann die erste Pause mit Frühstück an der Raststätte Viamala.
Immer wieder schneite es und die Temperaturen lagen um den Gefrierpunkt. Die Fahrt ging zügig und ohne Staus voran und nach dem San Bernardino-Tunnel hörte es endlich auf zu schneien. Zügig an Bellinzona und Lugano vorbei zur italienischen Grenze. Etwas anstrengend die Fahrt durch Como. Dann war es nicht mehr weit zum Campingplatz am Lago di Pusiano, wo ich umm 11:45 Uhr ankam. Die Sonne schien, aber es ging ein eklig kalter und stürmischer Wind. Mit draußen in der Sonne sitzen war nix und so verbrachte ich die Zeit mit einem Nickerchen und einer Tasse Kaffee.
Um kurz nach 17 Uhr kam dann mein Reisebegleiter Silvan an. Jetzt können wir morgen gemeinsam den Norden Italiens durchqueren, um in Slowenien an der Adria unseren nächsten Halt zu machen.
Jetzt gehen wir aber erst einmal eine Pizza essen. Leider macht das Restaurant erst um 19 Uhr auf. Ein 20-minütiger Spaziergang dorthin, wird nach der langen Fahrt gut tun. Etwa 450 km bin ich heute gefahren.
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| Camping Class |
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| Lago di Pusiano |
Donnerstag, 26. März 2026
Dienstag, 24. März 2026
Das Wohnmobil ist beinahe zur Abfahrt bereit. Nur noch Kleidung, Schuhe, Jacken einladen und kurz vor Abfahrt am Freitag morgen noch den Kühlschrank befüllen. Der Wassertank ist auch schon voll. Ob das gut geht? Für Mittwoch bis Freitag ist Frost und bis zu 10cm Neuschnee angekündigt. Wenn ich Pech habe macht der Frostwächter auf und das ganze Wasser fließt ab. Daumen drücken!
Donnerstag, 12. März 2026
Heute das Ersatzrad und diverse andere Gegenstände in die Wohnmobilgarage verstaut und aufgeräumt. Betten bezogen und alles soweit hergerichtet, dass ich nun beladen kann. Lebensmittel, Wassertank füllen, Kleidung für alle Jahreszeiten einräumen, Bücher für unterwegs aussuchen, und vieles mehr. Es bleibt noch einiges zu tun.
Mein Reisepartner Silvan ist nun auch aus Marokko kommend in der Schweiz eingetroffen und wir werden in 2 Wochen unsere gemeinsame Reise am Lago di Pusiano in Italien beginnen.
Donnerstag, 15. Januar 2026
Die Route in den Kaukasus und zurück steht. Folgende Länder werden besucht:
Schweiz, Italien, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Türkei, Georgien, Armenien, Türkei, Griechenland, Albanien, Montenegro, Kroatien, Slowenien, Italien, Schweiz
Geplanter Start ist der 27. März 2026. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun.
Wichtig:
Für die Einreise nach Georgien benötigt man einen mindestens 6 Monate gültigen Reisepass und seit dem 1. Januar 2026 zwingend eine gültige Kranken- und Unfallversicherung mit Nachweis auf Englisch/Georgisch (digital oder gedruckt), die medizinische Kosten abdeckt (ca. 10.000 Euro Deckung). EU-Bürger benötigen kein Visum.
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| Geplante Route in den Kaukasus und zurück |
Donnerstag, 23. Oktober 2025
Nach einem ereignis- und erlebnisreichen Jahr, bin ich nun in der Planung für das kommende Jahr. Dieses Mal soll es in den Kaukasus nach Georgien und Armenien gehen. Starttermin ist vermutlich im April 2026. Dann bin ich wieder UNTERWEGS.























































